Meistergeführt, verantwortungsvoll – und vor allem nachhaltig

Nachhaltigkeit und Augenoptik passen auf den ersten Blick nicht unbedingt zusammen. Doch genau diese Verbindung haben sich Tina Blau und Paul Schwertner zur Aufgabe gemacht. Die beiden jungen Augenoptikermeister wollen Augengesundheit und nachhaltiges Handwerk miteinander verbinden. Das Ergebnis: Optanicals, ein in dieser Form deutschlandweit einzigartiges Optikgeschäft.

2022 gründeten die beiden ihr Startup. Mitten in der Weimarer Innenstadt haben sie ihren Platz gefunden. Eine bewusste Entscheidung, denn Weimar gilt als weltoffen und bietet gerade jungen, kleinen Geschäften und Handwerksbetrieben Raum. Für Tina und Paul war deshalb schnell klar: Hier ist der perfekte Ort für Optanicals.

Nachhaltigkeit in (fast) allen Bereichen

Ein besonderes Merkmal von Optanicals ist das Angebot an Brillenfassungen aus nachhaltigen Materialien. Damit hebt sich das Geschäft deutschlandweit von klassischen Optikern ab. Zum Einsatz kommen unter anderem Materialien wie Rhizinusbohnen-basierte und recycelte Kunststoffe, Naturmaterialien und recycelter Edelstahl. Die Materialien sorgen außerdem für die Langlebigkeit der Gestelle, was auch dazu führt, dass seltener Produkte kaputt gehen.

Doch Nachhaltigkeit beginnt für die beiden nicht erst beim fertigen Produkt. Auch bei der Herstellung der Brillenfassungen wird auf einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck geachtet. Wasseraufbereitung im Produktionsprozess, die Nutzung von Solarenergie und kurze Transportwege sind dabei wichtige Faktoren.

Bei Brillengläsern ist eine vollständig nachhaltige Herstellung derzeit noch nicht möglich. Trotzdem legen Tina und Paul Wert auf die regionale Wertschöpfung: In ihren Brillen kommen ausschließlich Gläser von der Jenaer Firma ZEISS zum Einsatz. So unterstützen sie einen Hersteller aus der Region und können gleichzeitig kurze Transportwege gewährleisten.

Auch die Langlebigkeit der Brillen spielt eine wichtige Rolle im nachhaltigen Konzept. Geht beispielsweise ein Glas kaputt oder verändert sich die Sehstärke, muss nicht direkt eine komplett neue Brille angeschafft werden. Stattdessen setzen die beiden möglichst auf eine Wiederverglasung. So kann das bestehende Gestell weiter genutzt werden.

Nachhaltigkeit steckt sogar in der Einrichtung

Wer den Laden betritt findet das nachhaltige Konzept nicht nur in den Brillenfassungen wieder. Auch bei der Einrichtung wurde auf Wiederverwendung und Recycling gesetzt.

Der Kassenbereich entstand beispielsweise aus alten Türen, vorhandene Schränke wurden umfunktioniert und viele Möbel bekamen in den Geschäftsräumen ein zweites Leben. Statt alles neu anzuschaffen, haben die beiden vorhandene Materialien kreativ weiterverwendet.

Nachhaltigkeit hat ihre Grenzen

Bei all dem Engagement sind Paul Schwertner und Tina Blau gleichzeitig realistisch. Denn eine hundertprozentig nachhaltige Wertschöpfungskette lässt sich auch bei Optanicals nicht umsetzen.

Einige Materialien kommen beispielsweise aus Ländern wie Indien oder Japan und legen entsprechend lange Transportwege zurück. Hinzu kommt, dass sich Nachhaltigkeitsversprechen
von Herstellern nicht immer vollständig überprüfen lassen. Deshalb sind die beiden transparent: Nachhaltigkeit kann nicht in jedem Bereich zu 100 Prozent garantiert werden.

Gerade diese Offenheit gehört für sie zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema. Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern darum, bewusste Entscheidungen zu treffen und dort nachhaltiger zu handeln, wo es möglich ist.

Mehr als eine neue Brille: Augengesundheit im Fokus

Bei aller Aufmerksamkeit für Nachhaltigkeit steht für die beiden Optikermeister noch ein anderes Thema im Mittelpunkt: die Gesundheit der Augen.

Regelmäßige Augenuntersuchungen werden von vielen Menschen vernachlässigt. Dabei können Veränderungen und Erkrankungen häufig frühzeitig erkannt werden. Weil es oftmals schwierig ist, zeitnah einen Termin beim Augenarzt zu bekommen, bietet Optanicals einen besonderen Service an: eine kostenlose, umfassende Augenuntersuchung.

Dabei können unter anderem Aufnahmen der Netzhaut angefertigt werden. Werden Auffälligkeiten festgestellt, können Kundinnen und Kunden die Aufnahmen anschließend mit zu ihrem Augenarzt nehmen und dort genauer abklären lassen.

Für viele ist die regelmäßige Untersuchung vor allem eines: eine zusätzliche Sicherheit. Denn bei Optanicals geht es nicht nur darum, die passende Brille zu finden, sondern auch darum, die Gesundheit der Augen im Blick zu behalten und eine umfassende Beratung zu gewährleisten.

Neugierig geworden?

Infos gibt es auf der Website. Dort kann auch ganz einfach ein Termin zum Check-Up oder zu einem Beratungsgespräch ausgemacht werden. Eine weitere große Empfehlung: Der Instagram-Kanal von Optanicals. Hier gibt es neben Infos und Modellen auch viele witzige Videos aus dem Beratungsalltag.