Wie du noch mehr Verpackungsmüll sparen kannst

Im Supermarkt lässt sich das Einkaufsverhalten optimieren: Kaufst du Gemüse und Obst, brauchst du dafür nicht in jedem Fall ein Tütchen. Blumenkohl oder Äpfel beispielsweise kannst du auch ohne Plastikhülle nach Hause bringen. Außerdem hast du häufig die Wahl zwischen verpackter und loser Ware. Beispiel: Im Supermarkt gibt es oft einzelne Paprika – und auch Packungen mit je drei Schoten.

Manche Supermärkte bieten auch Mehrweg-Frischenetze an. Du kaufst sie einmalig und bringst sie immer wieder mit, wenn du dort einkaufst. Ihr Gewicht wird an der Waage abgezogen. Auch auf Plastikdeckel für Joghurt und Käse verzichten immer mehr Hersteller. Um die Packungen verschließbar zu machen, setzen sie auf genormte, wiederverwendbare Deckel, die man wie die Frischenetze einmalig kauft.

An einigen Fleischtheken und in Metzgereien sowie in manchen Bäckereien packen die Verkäufer die Ware auch direkt in mitgebrachte Dosen beziehungsweise Stoffbeutel. Es lohnt sich, hier nachzufragen, unter welchen Bedingungen das möglich ist.

Willst du noch mehr Verpackungsmüll sparen, gehst du in einen Unverpacktladen. Dort kannst du beispielsweise Mehl, Zucker und Getreide in Behältnisse abfüllen lassen, die du selbst mitbringst. Beim Naturschutzbund Deutschland (NABU) gibt es eine bundesweite Übersicht über Unverpacktläden.

Falls du dir ein Take-away in einem Imbiss oder Restaurant holst, kannst du vorher klären, ob man dir das Essen in einen mitgebrachten Behälter füllt. Alternativ setzen viele Take-away-Restaurants auf ein Geschirr-Pfand-System wie Rebowl, Recircle oder Vytal. Einige dieser Systeme kommen auch bei Lieferdiensten zum Einsatz.

Kreativer Umgang mit Müll

Oft lässt sich Müll noch mindestens einmal gebrauchen, bevor er wirklich weggeschmissen wird. Vier Beispiele:

  1. Die Tüten um Toilettenpapierrollen lassen sich noch als Müllbeutel für einen kleinen Abfalleimer einsetzen.
  2. Geschenkpapier kannst du ein zweites Mal benutzen, wenn du das Geschenk vorsichtig auspackst. Alternativ eignen sich alte Zeitschriften oder Zeitungen zum Einpacken.
  3. Mit selbstklebender Folie werden aus gebrauchten Dosen oder Kartons schnell hübsche Aufbewahrungsboxen.
  4. Marmeladen- oder Senfgläser eignen sich wunderbar, um darin Marmelade abzufüllen oder kleine Essensreste einzufrieren.

Wetten, dass dir auch noch einiges einfällt, um Müll zu sparen?

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Christian Wiegand

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