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Wie du Fake News erkennst

Das Internet ist voll mit Falschmeldungen zu medizinischen oder politischen Themen. Wer sie glaubt, gerät schnell tiefer in einen Strudel aus Lügen und Verschwörungstheorien und kann auch viel Geld verlieren. Darum ist es wichtig zu erkennen, ob eine Nachricht falsch oder wahr ist.

Fake News kommen als Post in den sozialen Medien, per E-Mail oder als persönliche Nachricht im Messenger – oft also genau von den Menschen, denen man am meisten vertraut. Sie wiederum müssen die Falschinformation nicht absichtlich geteilt haben. Vielleicht wussten sie es einfach nicht besser.

Gefälscht wird alles, was man sich an Internetinhalten vorstellen kann: Fotos, ganze Homepages, einzelne Profile oder sogar Videos. Immer häufiger ist sogar künstliche Intelligenz im Spiel. Dann wird es selbst für Experten schwierig, Fake News schnell als solche zu erkennen.

Was Fake News von einem einfachen Fehler unterscheidet

Fake News werden üblicherweise mit dem Grund im Internet veröffentlicht, einem anderen zu schaden. Beispiel: Jemand gibt vor, Geld für eine gute Sache zu sammeln, behält die Spenden aber selbst. Von Fake spricht man auch bei Onlineshops, die sich Waren bezahlen lassen, diese aber nicht oder in minderwertiger Qualität liefern. Allerdings geht es bei Fake nicht immer nur um Geld: Falsche Informationen werden auch veröffentlicht, um Menschen gezielt zu manipulieren oder um den Ruf eines anderen, beispielsweise eines Wissenschaftlers oder Politikers, zu schädigen.

Fehler dagegen können immer wieder einmal passieren. Üblicherweise entschuldigt man sich dann dafür, dass man etwas Falsches behauptet hat, und stellt es richtig.

Wie man Fake News erkennt

Stutzig solltest du immer werden, wenn du eine stark emotionalisierende oder polarisierende Meldung im Internet siehst. Dann kannst du mit Google danach suchen: Haben seriöse Medien darüber berichtet? Falls nein, ist es eher unwahrscheinlich, dass die Information echt ist.

Außerdem gibt es sogenannte Faktenchecker. Ihre Hauptaufgabe ist es, Inhalte im Internet auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. So kannst du beispielsweise schauen, ob „Mimikama“ darüber geschrieben hat, „CORRECTIV“ oder „dpa“. „dpa“ kannst du beispielsweise auch per E-Mail oder WhatsApp erreichen, wenn du unsicher bist, ob eine Meldung wahr oder falsch ist.

Originalbilder online suchen

Außerdem kannst du Fotos im Internet überprüfen. Sie sind sehr leicht mit einer entsprechenden Software zu retuschieren – dann werden dem Bild Informationen hinzugefügt, oder es werden Informationen gelöscht. Mit einer Bilderrückwärtssuche findest du mit etwas Glück das Originalfoto im Internet und kannst beide Bilder miteinander vergleichen. Entsprechende Software findest du ebenfalls im Internet, beispielsweise „TinEye“ oder „Reverse Image Search“.

Wie sah die Internetseite vorher aus?

Über die „Wayback Machine“ kannst du überprüfen, wie lange eine Internetseite schon online ist bzw. wie sie früher einmal ausgesehen hat. Ein Onlineshop beispielsweise, der Gold verkauft und behauptet, er feiere 20-jähriges Bestehen, lässt sich leicht als Fake Shop entlarven, wenn man sieht, dass es ihn erst seit wenigen Monaten gibt.

Indizien für Falschinformationen

Fake News sind übrigens oft in schlechtem Deutsch oder Englisch geschrieben. Dann sind sie voller Rechtschreib-, Grammatik- und Satzzeichenfehler. Auch ein fehlendes Impressum kann ein Indiz für eine Fake-Seite sein. Allerdings gibt es Beispiele, in denen ein Impressum einfach kopiert wurde. Und es existieren seriöse Seiten aus dem Ausland, die trotzdem kein Impressum haben. Darum solltest du in diesen Fällen vorsichtig sein und nach weiteren Merkmalen suchen, um Falschmeldungen von wahren unterscheiden zu können.

Was du tun solltest, wenn du eine Fake Nachricht bekommen hast

Meldungen, die dir merkwürdig vorkommen, solltest du nicht teilen. Bist du sicher, dass es sich um Fake handelt, kannst du den Absender darauf aufmerksam machen.

In den sozialen Medien kannst du Fake News melden. Das ist sinnvoll. Denn je mehr Nutzer sich beschweren, desto eher handeln die sozialen Medien: Die gemeldeten Nachrichten werden dann von Faktencheckern wie „CORRECTIV“ oder „dpa“ genauer untersucht. Stellen diese fest, dass es sich um Fake handelt, wird der Post mit entsprechenden Informationen versehen oder gleich gelöscht. Wer sehr viele Fake News teilt, muss damit rechnen, dass sein Profil gesperrt wird.

Auf der Internetseite der Polizei gibt es viele weitere Informationen zu Gefahren im Internet.

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Susanne Haack

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