Vermögen richtig anlegen – trotz Realzinsfalle

Die Finanzkrise in den Euroländern und den USA belastet die Zinserträge der privaten Anleger bereits seit einiger Zeit. Durch die europäische Staatsschuldenkrise ist die Europäische Zentralbank (EZB) gezwungen, die Zinsen an den Geld- und Kapitalmärkten niedrig zu halten. Würde die EZB die Leitzinsen erhöhen, könnten die Krisenstaaten die Zinsen für Ihre Kredite nicht mehr bezahlen. Als Folge dieser Entwicklungen sind auch die Zinsen für Spareinlagen bei Privatanlegern sehr niedrig. Wegen dieses anhaltenden Niedrigzinsniveaus ist derzeit in den meisten Fällen die Inflationsrate höher als die Zinsen für kurzfristige Geldanlagen. Im Klartext bedeutet das: Wer seine Ersparnisse kurzfristig anlegt, hat zwar hinterher mehr Geld, kann sich aber weniger dafür kaufen.

aktuelle Verzinsung für kurzfristige Geldanlagen ca. 0,5 % p. a.
aktuelle Inflationsrate ca. 2,0 % p. a.
realer Kaufkraftverlust ca. 1,5 % p. a.

Ein Beispiel: Auf einen Sparbetrag von 1.000 Euro erhält man derzeit einen jährlichen Zins von ca. 5 Euro (0,5 %). Die Inflation im gleichen Zeitraum schlägt sich mit 20 Euro (2 %) nieder. Dementsprechend erhält man nach einem Jahr zwar insgesamt 1005 Euro ausbezahlt, es bleibt aber nur eine Kaufkraft von ca. 985 Euro übrig – also weniger, als man zum Anlagezeitpunkt für das Geld hätte kaufen können. Diese Beispielrechnung lässt sich auch problemlos auf mehrere Jahre ausdehnen. Nach zwei Jahren bliebe demnach bei gleichen Zinsverhältnissen noch eine Kaufkraft von knapp 970 Euro, nach drei Jahren etwa 954 Euro. Diese sogenannte “Realzinsfalle”, bei der die Inflationsrate höher ist als das Zinsniveau, besteht bereits seit dem Jahr 2010 – und ein Ende ist nach Meinung vieler Experten momentan nicht klar abzusehen.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Bloomberg, DekaBank; blau schattiert: Prognosen DekaBank

Zeit also, sich einmal nach Alternativen umzusehen:

Eine gute Alternative können z. B. Sachwertanlagen sein. Höhere Renditen gibt es in den kommenden Jahren dort, wo eng an der realen Wirtschaft investiert wird – also beispielsweise in börsennotierten Unternehmen über eine Aktienfonds-Anlage oder in Immobilienfonds. Dies sind Sachwerte in Wertpapier-Form, mit denen man als Anleger am Erfolg wirtschaftlicher Unternehmungen teilhaben kann. Natürlich gibt es hier Abstufungen in Sachen Risiko bzw. Sicherheit. Mit guter Beratung lässt sich für jeden Anleger eine optimale Zusammensetzung seiner Geldanlagen finden. Die Deka-BasisAnlage ist z. B. in drei Varianten mit unterschiedlicher Aktienfondsquote verfügbar.

In einem gut strukturierten Vermögen kann auch Gold eine sinnvolle Ergänzung sein. Denn Sachwerte wie Gold, Gebäude und Maschinen sind Werte an sich, die allgemeinen Preissteigerungen solide gegenüberstehen.

Letztendlich steht also eine ganze Reihe von Investitionsmöglichkeiten zur Verfügung, um nicht nur die Kaufkraft des eigenen Vermögens zu erhalten, sondern gleichzeitig noch eine ordentliche Rendite zu erzielen. Man kann also trotz Realzinsfalle ganz gelassen bleiben und sein Geld einfach sicher anlegen.

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Benjamin Beck

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