Zum Inhalt springen

Mit YouTube Geld verdienen?

Viele junge Leute träumen davon als „Influencer“ vor allem mit YouTube ihr Geld zu verdienen. Welche Wege sich hier bieten und worauf dabei zu achten ist.

Es gibt viele Möglichkeiten, mit YouTube Geld zu verdienen. Allein aufgrund der großen Konkurrenz ist es allerdings inzwischen sehr schwer, damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Dazu braucht es nicht nur professionelle Videos, sondern viel Zeit, eine Menge Fleiß, Geld für eine ordentliche Ausrüstung und eine gute Portion Glück. Ein kleiner Nebenverdienst lässt sich allemal generieren.

Mögliche Einnahmequellen

  • Klassische Werbung bleibt für YouTuber eine wichtige Einnahmequelle. Google AdSense zum Beispiel ermöglicht es, automatisch Werbung zu schalten. Wie viel Geld solche Anzeigen erwirtschaften, hängt vor allem davon ab, wie oft das Video angeschaut wird. Ein Banner oder eine Textanzeige bringen in der Regel weniger als die Einbettung eines Werbeclips. Reichtümer lassen sich mit den wenigen Cent oder Euro pro Klick kaum verdienen.
  • Mit Affiliate-Links gibt es sozusagen eine Provision, wenn Follower etwa einen Link zu einem Online-Shop anklicken und ein Produkt oder eine Dienstleistung kaufen. Je nach Programm gibt es für jeden Kauf bis zu 10 Prozent des Erlöses. Solche Links, mit deren Hilfe Geld verdient wird, sollten kenntlich gemacht werden, sonst drohen teure Abmahnungen.
  • Produktplatzierungen in den eigenen Videos bringen in der Regel schon etwas mehr Geld – natürlich wieder abhängig von der Größe des Kanals. Solche Produktkooperationen gibt es auf YouTube zahlreiche. Auch diese sollten gekennzeichnet werden – nicht nur aus rechtlichen Gründen. Denn leicht sind Besucher verärgert, wenn nicht geklärt ist, dass der YouTuber von Unternehmen dafür bezahlt wird. Glaubwürdigkeit ist bei Werbekunden außerdem ebenso wichtig wie die reinen Zugriffszahlen.
  • Werbedeals können Influencern unabhängig von der Plattform eine Einnahmequelle bieten. Dazu muss die eigene Bekanntheit jedoch schon sehr groß sein, dass Unternehmen aus dieser Popularität ihren Nutzen zum Beispiel mit einem Werbespot ziehen möchten.
  • Der Verkauf eigener Produkte ist eine weitere Möglichkeit, mit YouTube Geld zu verdienen. In einem eigenen Merchandise-Bereich können die Produkte verwaltet werden. Um diesen nutzen zu können, muss man sich beim YouTube-Partnerprogramm anmelden. Die Hürde dort aufgenommen zu werden, ist mit Voraussetzungen wie mindestens 1.000 Abonnenten und Tausenden Stunden von Wiedergabezeit zum Beispiel recht hoch.
  • Bei Kanalmitgliedschaften ist auch die Mitgliedschaft beim YouTube-Partnerprogramm notwendig. Diese Funktion ermöglicht es, Content für bestimmte Mitglieder hochzuladen, die sie monatlich mit einem kleinen Beitrag unterstützen.

Steuer und Co.

Wer ein zu versteuerndes Einkommen über dem Grundfreibetrag (aktuell 10.908 Euro im Jahr) hat muss grundsätzlich Steuern zahlen. Sobald die gesamten Einkünfte über der genannten Grenze liegen, besteht auch für Influencer die Pflicht, eine Einkommenssteuererklärung abzugeben,

Wer hauptsächlich andere Einkünfte etwa aus einem Angestelltenverhältnis hat, muss einige Regeln beachten, damit der Verdienst als Influencer steuerfrei bleibt.

Wer von Firmen kostenlos Produkte erhält, um sie zu bewerben, muss auch aufpassen. Was wie ein Geschenk aussieht, zählt steuerlich grundsätzlich als Betriebseinnahme. Hier müssen Grenzen beachtet werden.

Da Einnahmen aus vielen verschiedenen Quellen fließen, ist anzuraten, alle Einnahmen akribisch für die Steuererklärung zu dokumentieren.

Wer als YouTuber die Absicht hat, Gewinn zu erzielen, muss sich beim zuständigen Gewerbeamt anmelden und den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ zum Beispiel online über „Mein Elster“ ausfüllen. Eventuell fallen dann Gewerbe- und Umsatzsteuer an.

Weitere Tipps gibt’s zum Beispiel unter www.selbstaendig-im-netz.de.

Susanne Haack

Susanne Haack

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*