Mit vier Life-Hacks raus aus dem Budgettief

Viele kennen das Gefühl: Der Monat ist noch lange nicht vorbei, das Geld aber schon alle. Wie kann man das vermeiden? Da sich die Einnahmen nicht beliebig erhöhen lassen, bleibt nur ein Ausweg: die Ausgaben reduzieren. Häufig reicht es, das eigene Verhalten zu ändern und einige einfache Tipps umzusetzen.

Young woman counts personal finances sitting on sofa at home, top view. Income and expense planning concept

Die Tage bis zum nächsten Gehaltseingang ziehen sich wie Kaugummi. Und irgendeine unerwartete Rechnung flattert garantiert noch ins Haus. Das Konto zu überziehen ist eine Option – und laut einer aktuellen Umfrage nutzen diese Möglichkeit immer mehr Menschen in Deutschland, nämlich derzeit rund jeder Zehnte. Wie lässt sich so eine Schieflage allerdings dauerhaft wieder ins Lot bringen?

Mehr Durchblick mit einem Haushaltsbuch

Es klingt banal, aber um einen besseren Überblick über die eigenen Finanzen zu erhalten, lohnt es sich, ein Haushaltsbuch zu führen. Wer weiß, wie viel Geld reinkommt und wofür man es ausgibt, erkennt in kurzer Zeit, wo man kürzertreten muss. Ein klassisches Haushaltsbuch als Heft lässt sich kostenfrei unter www.geldundhaushalt.de oder per Telefon unter 030 20455818 bestellen. Auf der Website gibt es eine kostenfreie Onlineversion unter dem Namen „Web-Budgetplaner“ sowie viele weitere Tipps, wenn es einmal finanziell eng wird.

Prioritäten setzen

Generell sollte man einen genauen Blick auf den privaten Konsum haben, rät Korina Dörr, Leiterin des Beratungsdienstes Geld und Haushalt: „Die allermeisten von uns können ihre Einnahmen nicht einfach steigern.“ Ihr Tipp: Alle Ausgaben in die drei Gruppen „notwendig“, „angenehm“ und „überflüssig“ einteilen und mit Ampelfarben markieren. Anschließend für jede Gruppe feste Monatslimits festlegen. Diese Ausgabengrenzen lassen sich etwa mithilfe eines elektronischen Haushaltsbuchs gut überwachen. Fällt einem das schwer, kann man das Geld am Monatsanfang in verschiedene Briefumschläge stecken und diese für jeden Zweck beschriften, zum Beispiel „Kleidung“, „Unterhaltung“, „Essen-Lieferservice“. Ist der jeweilige Umschlag leer, ist das Monatsbudget für diesen Lebensbereich aufgebraucht.

Mit anderen vergleichen

Wer eine Orientierung sucht, kann die kostenfreien Referenzbudgets von Geld und Haushalt nutzen. Hier findet man einfach heraus, wie hoch die Ausgaben anderer Haushalte sind, die in einer ähnlichen Situation leben wie man selbst. Das hilft, die eigenen Ausgaben besser einzuschätzen und an der richtigen Stelle zu sparen.

Häufiger mal bar bezahlen

Gerade Spontankäufe können das private Budget in Schieflage bringen. Ein einfaches Mittel dagegen ist es, jede Ausgabe noch einmal zu überschlafen – und sich auszurechnen, wie lange man dafür arbeiten müsste. Bisweilen kann es auch hilfreich sein, bar zu zahlen. Denn Studien haben gezeigt, dass Verbraucher bis zu 50 Prozent weniger ausgeben, wenn das Geld direkt durch ihre Finger geht.

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Christian Wiegand

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