Maximilian Heilek über seine Erfolge im Rennrollstuhlsport

Maximilian HeilekAls einer von insgesamt sechs Stipendiaten wird Maximilian Heilek dieses Jahr mit einem Stipendium der Sparkassenstiftung Weimar – Weimarer Land unterstützt und erzählt uns von seinem Beginn im Rennrollstuhlsport.

Mein Name ist Maximilian Heilek, ich bin 18 Jahre alt und mache zurzeit mein Abitur. Von klein auf war ich sportbegeistert. Meine Eltern haben meine Lebensfreude und meinen Bewegungsdrang stets gefördert und mich trotz meiner körperlichen Einschränkung alles ausprobieren lassen (wie z. B. Tauchen, Klettern, Ski fahren, Go-Kart fahren und vieles mehr).

Mit 7 Jahren war ich bei einem „Schnuppertraining“ des Handicap-Sports-Club (HSC) Erfurt e. V. Ich bekam einen ersten Einblick in das Training der „Fußgänger“ sowie der Rollstuhlathleten. Seitdem ist meine Leidenschaft und mein Interesse für den Rennrollstuhlsport/Leichtathletik geweckt und ich wollte in Erfurt nun auch beim HSC trainieren. Anfangs tat ich dies noch in meinem Alltagsrollstuhl, bevor ich dann leihweise einen für mich passenden Rennrollstuhl bekam.

Rennrollstuhlathlet_MaxDie Rollstuhlsportler trainieren in einem Spezialrollstuhl, dem sogenannten Rennrollstuhl. Dieser Rennrollstuhl mit zwei großen Rädern hinten und einem kleinen Laufrad vorn begeisterte mich von Anfang an. Die Vorwärtsbewegung erfolgt durch kraftvolles, anschiebendes Schlagen der Hände auf die Greifringe an den Hinterrädern – zum Schutz der Hände werden dafür extra spezielle Handschuhe getragen.
Es folgten die ersten Wettkämpfe, u. a. Landesmeisterschaften, Internationale Deutsche Meisterschaften, Schweizer Meisterschaften, Jugendländercups.

Seit mehr als 10 Jahren trainiere ich nun in Erfurt Leichtathletik, habe erlebt und erlebe es immer wieder, dass man mit Ehrgeiz, Entschlossenheit, Disziplin und jeder Menge Spaß und Freude vieles erreichen kann.

WeltrekordSo zählt zu meinem größten Erfolg bisher mein Europa- und mein Weltrekord über 5000 m, den ich 2013 in der Schweiz bei den Schweizer Meisterschaften gefahren bin. Vor Kurzem gewann ich die Deutsche Meisterschaft über 5.000 m mit einer Zeit von 25:24 Minuten.

Der Umgang und die Begegnungen mit vielen anderen Sportlern mit und ohne Handicap motivieren und prägen mich und spornen mich zu neuen Höchstleistungen an. Sport öffnet Türen und ich überwinde damit Grenzen!

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