Duales Studium – was soll das sein?

Blog_azDieselbe Frage stellte ich mir auch bis vor zirka zwei Jahren. Ich hatte Lust zu studieren, wollte aber auch viele praktische Erfahrungen sammeln und natürlich graut es einem vor dem finanziellen Experiment Studium.

Doch plötzlich erschien ein Licht am Ende des Tunnels. Ich entdeckte das duale Studium.

Eine Kombination von Studium und Ausbildung. Man wechselt zirka alle 3 Monate von der Berufsakademie (in Glauchau, einer kleinen Stadt irgendwo in Sachsen) in viele interne Abteilungen der Sparkasse Mittelthüringen. Endlich stand der Berufswunsch fest. Doch das duale Studium ist begehrt und die Sparkasse Mittelthüringen nimmt immer nur zwei Studenten. Bei mir hat es aber geklappt und nach erfolgreichem Vorstellungsgespräch kam eine sofortige Zusage. Das war geschafft. Danach folgten noch zwei Infotermine, bei denen man die anderen Azubis kennenlernt, und schon war es August.

Das Studium beginnt zwar erst am 1. Oktober, aber man absolviert noch eine Art Praktikum in der ersten Filiale.  Doch bevor es in die Filiale geht, steht noch eine Einführungswoche an. Dort lernten wir uns gegenseitig besser kennen und uns wurden die wichtigsten Infos für einen erfolgreichen Start mitgeteilt. Nun ging es aber wirklich in die Praxis nach Gispersleben – einer sehr ländlichen Filiale im äußersten Norden von Erfurt. Am 1. Oktober begann dann endlich das Studium und ich hatte das Gefühl, mich mindestens 500-mal vorzustellen.

Der Alltag brach aber sehr schnell über uns herein und so lernten wir fleißig von früh bis spät. Dadurch erlebten wir die scherzhafte Abkürzung der BA – bis abends – am eigenen Leib. Mitte Dezember wurden dann vier Klausuren geschrieben und schon musste man sich von Glauchau wieder verabschieden. Doch interessante Abteilungen wie die Betriebs- und IT-Organisation oder der Vorstandsstab warten.

Als kurzes wischen-Feedback kann ich das duale Studium nur empfehlen, denn es ist die perfekte Mischung zwischen Studium und Ausbildung. Man kann in fast familiärer Atmosphäre die Theorie lernen und sie dann sofort in der Praxis ausprobieren.

geschrieben von: Markus Sperlich; BA-Student im 1. Semester

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