Die Gründung der Sparkasse in Sömmerda

Die Sparkasse der Stadt Sömmerda eröffnete ihren Betrieb am 30. Juli 1849 im Rathaus. Die ersten Jahre gestalten sich aus wirtschaftlicher Sicht schwierig, da die Sparkasse zunächst nicht in der Lage war, bedeutende Gewinne abzuwerfen.

Schalterraum der Sparkasse in Sömmerda um 1935

Da es zur damaligen Zeit noch nicht üblich war, sein Geld auf Konten zu hinterlegen, waren die Menschen sehr zurückhaltend in Bezug auf die neue Institution. Die meisten Sparer hinterlegten anfangs nur kleine Beträge.
Die Öffnungszeiten beschränkten sich daher auf montags von 8:00 bis 12:00 Uhr und die Mitarbeiter der Sparkasse waren teilweise nur ehrenamtlich tätig.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts besserte sich jedoch die Einlagen- und Ertragssituation der Sparkasse Sömmerda und sie konnte sich nachhaltig etablieren. Im Jahr 1929 bezog sie ihr erstes eigenes Gebäude, das ursprünglich als Kaiserliches Postamt genutzte Haus Bahnhofstraße 35.

Mitarbeiterbereich um 1938
Erstes eigenständiges Sparkassengebäude
in der Bahnhofsstraße
RegionalCenter Sömmerda 2018

Im Laufe der Zeit hat sich die Sparkasse um Nebengebäude erweitert und besteht heute aus den Gebäuden in der Bahnhofstraße 33–35. Im Jahr 1991 begann eine umfangreiche Modernisierung und Erweiterung der Gebäudegruppe. Unter anderem entstand als Verbindungsbau eine neue gläserne Kundenhalle. Am 7. November 1993 fand die festliche Eröffnungsfeier des neuen, modernen Sparkassengebäudes statt. In ähnlicher Stahl- und Glasoptik wie den Verbindungsbau errichtete die Sparkasse gegenüber der Hauptstelle, in der Bahnhofstraße 1a, ein weiteres neues Gebäude. Unter der Bezeichnung Sparkassentreff 1A wird es seit seiner Einweihung im Jahre 1999 als Ausstellungs-, Vortrags- und Schulungszentrum genutzt.

Fotos: Archiv der Sparkasse Mittelthüringen