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Die größten Gefahren für Ihr Unternehmen erkennen und absichern

Steigende Preise, kranke Mitarbeiter und fehlende Produktionsteile belasten Unternehmen aller Branchen. Doch die größten Gefahren für Ihre Firma liegen anderswo: Feuer und Naturkatastrophen sind die Ursachen für die höchsten Versicherungsschäden, hat die Allianz Gruppe herausgefunden. Worauf Sie bei der Absicherung achten sollten.

Züge fallen aus, weil zu viele Mitarbeiter bei den Bahnunternehmen krank sind. Automobilhersteller gehen in Kurzarbeit, weil für die Produktion wichtige Chips aus dem asiatischen Raum fehlen. Und Bauunternehmer müssen auf ständig steigende Rohstoffkosten reagieren: Die Coronapandemie und die Maßnahmen zu ihrer Eindämmung, die steigende Inflation und Lieferkettenausfälle machen der Wirtschaft zu schaffen.

Vorsicht vor Feuer und Naturkatastrophen

Dabei können Firmenchefs leicht übersehen, dass die größten Gefahren für ihre Unternehmen an anderer Stelle liegen könnten: Die Allianz Gruppe hat Mitte Juli Ergebnisse einer Analyse veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass Feuer beziehungsweise Explosionen und Naturkatastrophen in den Jahren 2017 bis 2021 die beiden Hauptursachen waren, wenn man die Schadenshöhen betrachtet.

Dazu hat man die Versicherungsfälle von über 543.000 Unternehmen in 200 Ländern untersucht. Rund 47.000 davon kamen aus Deutschland. Ergebnis: 21 Prozent, also gut ein Fünftel der Schäden, gehen auf Feuer und Explosion zurück, 15 Prozent auf Naturkatastrophen wie Stürme oder beispielsweise die Flut in Deutschland im vergangenen Sommer. Entsprechend sollten Sie prüfen, wie gut Ihr Unternehmen mit einer gewerblichen Gebäudeversicherung gegen Sturm, Hagel, Überschwemmung oder Feuer abgesichert ist.

Da bei solchen großen Schäden üblicherweise auch der Betrieb stillsteht, ist außerdem eine Betriebsunterbrechungs- beziehungsweise Ertragsausfallversicherung wichtig. Sie übernimmt zum Beispiel Mieten und Löhne, die auch dann gezahlt werden müssen, wenn nicht gearbeitet werden kann. Allerdings zahlt sie nur, wenn es durch einen Sachschaden zu einer Unterbrechung des Betriebs gekommen ist. Umgekehrt bedeutet das: Sollte es im Herbst und Winter durch fehlendes Gas zu Betriebsunterbrechungen kommen, zahlt diese Versicherung nicht. Denn dann liegt kein Sachschaden vor. Darauf macht der „Gesamtverband der Versicherer“ aufmerksam.

Achtung, Unterversicherung droht!

Wer jetzt überprüft, ob er die richtigen Versicherungen für sein Unternehmen abgeschlossen hat, sollte auch auf die Versicherungssumme achten. Denn die Wiederbeschaffung von Maschinen oder der Wiederaufbau können durch die Lieferengpässe und die Inflation teurer werden als gedacht und versichert. Kein Wunder: Die Preise für Zement, Stahl oder Holz sind deutlich gestiegen. Zu einer Unterversicherung kann es beispielsweise auch durch neu gekaufte Maschinen kommen. Sind zu geringe Summen versichert, kann Ihr Unternehmen im Schadensfall unterversichert sein. Ist Ihr Unternehmen überversichert, bekommen Sie jedoch nur den tatsächlich entstandenen Schaden ersetzt. Darum ist es sinnvoll, die Höhe der Betriebsunterbrechungs- oder Ertragsausfallversicherung jährlich zu überprüfen.

Cyberattacken absichern

Zwar gehören Cyberangriffe laut Analyse bisher nicht zu den zehn häufigsten Schadensursachen, doch ihre Zahl hat sich in nur vier Jahren verzehnfacht. Darum ist es wichtig, IT-Fachleute im Unternehmen zu haben oder die notwendigen Aufgaben an Externe zu delegieren und eine entsprechende Versicherung abzuschließen.

Tipp: Überprüfen Sie mit Ihrem Sparkassenberater Ihre laufenden Verträge – damit Sie im Schadensfall gut und richtig abgesichert sind.

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Speziell für Kleinunternehmer hat die „IHK München und Oberbayern“ Informationen ins Netz gestellt.

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Susanne Haack

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