Lust auf Selbstständigkeit? Hier ein paar Tipps für einen absoluten Top-Pitch!

Beeindrucken während einer Fahrstuhl-Fahrt: der Elevator Pitch

geschrieben von Margarita Reschedko, unserer Praktikantin in der Unternehmenskommunikation

DER PITCH – Ein Begriff, der früher eher die Start-Up Szene prägte, ist inzwischen ein fest integrierter Bestandteil unseres Berufsalltags geworden. Oft wollen wir andere Menschen von uns, unserer Idee oder von einem bestimmten Produkt begeistern.

Auch viele frischgebackene Unternehmensgründer brauchen Startkapital, um ihre Geschäftsidee umsetzten zu können. Hier kommen die Investoren, Venture-Capital-Gesellschaften oder Kreditinstitute ins Spiel. Natürlich kann man nicht bei jeder Gelegenheit einen Auftritt wie in der Fernsehsendung „Höhle der Löwen“ herzaubern. Das sollte auch nicht so sein. Außerhalb der Welt des Entertainments haben die Geldgeber ohnehin meist wenig Zeit und viel um die Ohren.

Aus diesem Grund entstand der Fahrstuhl-Pitch. Denn oft reicht für den Investor die Zeit, die ein Fahrstuhl in einem Bürohochhaus brauchen würde, um eine brauchbare von einer unbrauchbaren Idee zu trennen. Für einen dennoch überzeugenden Auftritt und bestenfalls erfolgreichen Start braucht es natürlich keinen Fahrstuhl, aber mit Sicherheit ein paar gute Tipps:

 

  1. Tipp: Die wichtigsten Fakten zuerst

Klären Sie zunächst die bedeutendsten  W-Fragen. Wer sind Ihre potenziellen Kunden? Wie sieht das Problem bzw. Mangelzustand aus? Was für eine Lösung bieten Sie? Auch hier gilt die Regel: Je größer das Problem, umso wertvoller und spannender die Lösung. Üben Sie vor allem, Ihre Idee so gut wie möglich in einem oder zwei Sätzen zusammenzufassen. Denn potenzielle Investoren haben meist wenig Zeit. Haben Sie jedoch einmal die Neugierde Ihrer Zuhörer für sich gewonnen, so haben Sie viel bessere Chancen, diese mit ins Boot zu holen.

 

  1. Tipp: Selbstbewusst auftreten

Eins muss sofort erkennbar sein: Sie brennen für die Idee, aber sowas von! Selbstbewusstes Auftreten ist das A und O. Denn wie sollen die potenziellen Risikokapitalgeber von Ihrer Geschäftsidee begeistert sein, wenn Sie es selbst nicht sind? Vermeiden Sie in Ihrem Pitch also zu viele „Ähms“ oder das unsicher wirkende „Na ja, …“. Logischerweise sollten Sympathie und Authentizität dabei nicht verloren gehen. Denn wenn Sie arrogant oder überheblich wirken, sinken die Chancen auf eine langfristige Beziehung rapide.

 

  1. Tipp: So einfach wie möglich Ausdrücken

Verzichten Sie, so gut es geht, auf Fachbegriffe. Sie möchten ja auch sofort verstanden werden, oder? Eine gute Übung ist es, den Pitch erst mal vor Freunden zu präsentieren. Wenn Sie die überzeugen können, ist das schon mal ein guter Anfang. 

Übrigens: Nicht immer ist jemand, der aus der von Ihnen angestrebten Branche kommt, auch der zuverlässigste Ratgeber. Manchmal sind es die unvoreingenommenen Fachfremden, die am besten einschätzen können, ob eine Idee gut ist oder grundlegende Schwächen hat.

 

  1. Tipp: Auf kritische Fragen vorbereitet sein

Da halten Sie einen absoluten Top-Pitch, die Zuhörer sind begeistert und plötzlich können Sie eine kritische Frage nicht wirklich beantworten. Nicht gerade vorteilhaft! Informieren Sie sich gründlich über den Markt, den Sie betreten wollen. Denn typische Fragen wie „Was unterscheidet Sie vom Konkurrenten X oder Y“ oder „Wie wird sich Ihrer Meinung nach der Markt entwickeln?“ sind üblich. Auf Kritik sollten Sie nicht nur vorbereitet sein, sondern diese verständnisvoll annehmen und im besten Fall mit inhaltlichen Fakten abfangen.

 

  1. Tipp: Ein gutes Pitch-Deck

Das Pitch-Deck ist die digitale Präsentationsform Ihres Geschäftsmodells. Erstellen kann man sie mit Microsoft Power-Point oder mit Keynote von Apple. Mit Bildern kann man den Vortrag verfeinern, jedoch sollten sie das Publikum nicht überfordern. Am besten wenden Sie die 10/20/30-Regel an.

Nicht mehr als 10 Folien, die Präsentation sollte nicht länger als 20 Minuten dauern und die Schriftgröße sollte nicht unter 30 Punkten sein. Auch hier gilt die Regel sich kurz zu fassen und nur das absolut wichtigste festzuhalten. Den Rest kann man sagen oder spätestens bei einer Fragerunde nochmals erwähnen.

 

So, nun hoffen wir, Ihnen ein paar kleine Anregungen gegeben zu haben. Auch unser FirmenkundenCenter freut sich immer wieder über neue Geschäftsideen und kreative Köpfe. Gerne sind wir für sie da, wenn aus einer kleinen Idee große Realität wird, und helfen Ihnen finanziell auf Ihrem Weg.

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Benjamin Beck

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