Das 1×1 des Immobilienkaufs

ImmobilienkaufIn einem unserer letzten Beiträge ging es um Möglichkeiten, der Realzinsfalle zu entgehen, indem man sein Vermögen in Sachwerte anlegt. Um eine davon soll es nun heute gehen – nämlich den Immobilienkauf. Diese Geldanlage birgt natürlich zwei wichtige Aspekte: Einerseits ist das Vermögen sicher angelegt, andererseits besteht die Aussicht auf regelmäßige Mieteinnahmen. Genau genommen findet sich sogar noch ein dritter Grund – nämlich die Altersvorsorge. Denn wenn im Rentenalter kein regelmäßiges Arbeitseinkommen mehr fließt, weiß man mietkostenfreien Wohnraum zu schätzen. Allerdings gibt es bei der Investition in „Betongold” einiges zu beachten. Da lohnt sich beim Immobilienkauf schon mal ein genauer Blick.

Die wichtigsten Kriterien beim Immobilienkauf

1. Die Lage

Eine Wohnung mit guter Infrastruktur in einem Ballungszentrum sollte sich grundsätzlich jederzeit vermieten lassen. Anders sieht es da schon aus, wenn die Immobilie in einer strukturschwachen Region liegt oder in der Nähe einer stark befahrenen Straße. Dann kann es mitunter schwierig werden, ausreichende Mieten zu erzielen. Der Standort hat also einen wesentlichen Einfluss auf den nachhaltigen Wert Ihrer Immobilie.

2. Der Zustand

Schützen Sie sich vor bösen Überraschungen, indem Sie die Wohnung oder das Haus vor dem Kauf ausgiebig unter die Lupe nehmen – am besten zusammen mit einem Bausachverständigen! Auch wenn dadurch erst einmal zusätzliche Kosten auf Sie zukommen, kann man durch einen solchen Sachverständigen im Nachhinein durchaus eine Menge Geld sparen. Wenn es eine Hausverwaltung gibt, fragen Sie außerdem nach, ob größere Investitionen anstehen und dadurch Umlagen auf Sie zukommen! Solche Fakten sollten bei der Preisverhandlung unbedingt eine wichtige Rolle spielen.

3. Der Kaufpreis – zuzüglich Nebenkosten

Mit dem Kaufpreis ist es bei einer Immobilie nicht getan. Der finanzielle Gesamtaufwand für einen Hauskauf liegt in aller Regel etwas höher. Rechnen Sie z. B. mit weiteren Kosten für Notar, Grundbucheintrag und vor allem Grunderwerbsteuer. Wenn dann noch Maklerkosten dazukommen, müssen Sie einen zusätzlichen Finanzierungsbedarf von mindestens 10 Prozent einplanen.

4. Mieter und Mieteinnahmen

Verlässliche Mietzahlungen sind die Basis für die Rentabilität Ihres Kaufs. Kalkulieren Sie mit einer marktgerechten Miete: also nicht zu niedrig, um kein Geld zu verschenken, aber auch nicht zu hoch, denn damit würden Sie nur häufige Mieterwechsel oder gar Leerstand provozieren. Erkundigen Sie sich mittels einer Schufa-Auskunft über die Zahlungsmoral Ihres potenziellen Mieters.

5. Die Finanzierung

Lassen Sie sich bei der Durchführung Ihres Hauskaufs ausführlich beraten – angefangen bei der Einschätzung des Immobilienwertes über die Finanzierung bis hin zu Kennzahlen einer Mietrendite. Lassen Sie sich zu den verschiedenen Möglichkeiten der Finanzierung informieren – ob über ein Darlehen oder eine Bausparlösung. Eine solide Immobilienfinanzierung basiert auf einem angemessenen Eigenkapitaleinsatz, z. B. 20 % der Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Wer also sein Vermögen in Immobilien anlegen möchte, tut gut daran, sich professionelle Hilfe an die Seite zu stellen. Immobilienprofis wissen genau, wo sich beim Hauskauf Geld sparen lässt und wo Stolperfallen lauern. Letztendlich kauft man selbst ja nicht alle Tage eine Immobilie, sodass man wüsste, worauf es zu achten gilt.

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© Jakub Krechowicz – Fotolia.com

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Benjamin Beck

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