Schwarzer Tag für Oranje, die Olsenbande wird eingefangen

Liebe Freunde des runden Leders,

Jogis Jungs haben eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass unsere niederländischen Nachbarn keine Hürde für eine echte Spitzenmannschaft darstellen. Obwohl wir ja eigentlich immer das zweite Turnierspiel verlieren, hat die bayrische Offensivabteilung recht schnell für klare Verhältnisse gegen defensiv völlig überforderte Holländer gesorgt. Wer braucht schon einen Messi, wenn unser Super-Mario mit Pirouetten und gezielten Schlenzern die Vorlagen aus dem Mittelfeld veredelt. Gerade das erste Tor weckte Erinnerungen an den legendären Gerd Müller: Annahme, Drehung, Schuss, Tor. Und dank einer konzentrierten – vielleicht aber auch etwas glücklichen – Abwehrleistung unserer Jungs konnte selbst der Anschlusstreffer von Arsenals Lebensversicherung Robin van Persie nicht verhindern, dass Oranje baden geht. Er kann halt nicht alle retten. Und so werden aus den holländischen Fans bald wieder Grachtenbummler – es sei denn, die Elftal begibt sich zum Endspiel gegen Portugal aus dem Tal der Elfen zur Abwechslung mal auf den Fußballplatz. Dass die Niederlande nicht schon heute faktisch ihre Sporttaschen in den Mannschaftswohnwagen packen können, liegt einzig und allein an Silvestre Varela und seinen portugiesischen Spielkameraden, die in den letzten Spielminuten doch noch einen weiteren Coup der Olsenbande verhindert haben. Ein Unentschieden hätte ja schon gereicht, um Oranje vorzeitig heimzuschicken. Und fast hätten das die tapferen Dänen auch geschafft, denn trotz eines zeitnahen 0:2-Rückstandes behielt man die taktische Marschroute bei, ließ sich nicht beirren und kämpfte sich zum Ausgleich.

Die Portugiesen hingegen haben außer CR-null glücklicherweise noch zehn andere Spieler auf dem Platz, die auch mal das Tor treffen. Ihm wäre es schon fast zu gönnen, dass die West-Iberer die Vorrunde überstehen, denn dann hat er etwas mehr Zeit, doch noch einmal zu treffen. So wird es für Ronaldo jedenfalls nichts mit der legitimen Nachfolge von Eusebio.

Wir dürfen also gespannt sein, wer hinter unseren DFB-Kickern Gruppenzweiter wird. Denn auch die Dänen werden uns nicht aufhalten. Heute Abend haben dann die Spanier und Italiener Gelegenheit, sich gegen die Underdogs ihrer Gruppe zu blamieren. Wir drücken Irland und Kroatien die Daumen!

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Benjamin Beck

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