Die weißen Adler aus Polen bremsen die russischen Bären aus

Liebe Fußballfreunde,

das tschechische Team hat sich nach der schmachvollen Niederlage im letzten Spiel gegen Russland rehabilitiert. Mit einem Blitzstart hatten sie die Begegnung nach sechs Minuten quasi entschieden – quasi. Für einen Moment kamen die Helenen zurück ins Spiel und angesichts des kapitalen Bocks, den Cech beim Anschlusstreffer schoss, könnte man meinen, die Griechen hätten dem Gegner ein trojanisches Pferd ins Tor gestellt. Allerdings konnten die Griechen – anders als in der sagenumwobenen Schlacht – letztendlich nicht den Sieg davontragen. Da fehlte noch ein wenig Einsatz und sehr viel Ideenreichtum, um den Tschechen, die sich am Ende Richtung Schlusspfiff zitterten, noch einen oder gar drei Punkte abzutrotzen. Die erneut schwachen Griechen können wohl gedanklich schon die Rückreise antreten, da gegen die Russen schon ein recht hoher Sieg nötig wäre, um noch ins Viertelfinale einziehen zu können.

Die Sbornaja wiederum konnte im zweiten Spiel des Abends ihre gute Turnierform unterstreichen, wenngleich gegen die Polen nur ein Unentschieden heraussprang. Verdient hatten sich den Punkt allerdings beide Teams, denn auch die Smuda-Elf war bissig und vor allem das Dortmunder Duo Blaszczykowski/Lewandowski sorgte mächtig für Betrieb im Strafraum des ausgezeichneten Keepers Malafeew. Auch auf der anderen Seite konnte sich Polens Reservekeeper Tyton gegen die starken Arshawin und Kerzhakov auszeichnen. Die Tore waren hüben wie drüben sehenswert und nicht haltbar, was bei dieser EM beileibe keine Selbstverständlichkeit ist. Gegen Ende zeigte sich dann aber bei beiden Teams, warum sie gegen Jogis Jungs nicht bestehen werden. Da reichte die Luft dann nicht mehr so ganz für klare, koordinierte Aktionen. Immerhin war es ein schönes Spiel, in dem sich die russischen Bären einen heißen Tanz mit den polnischen Adlern lieferten.

Heute Abend schmeißen wir aber erstmal die Holländer raus. Dann heißt es: “Gute HeimVaart für das tapfere Sneijderlein und seine Freunde!”

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Benjamin Beck

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